Schon kurz nach der Gründung, im Frühjahr 1951, wurde Kontakt zu anderen Motorsport-Clubs im ADAC Gau Nordrhein - wie Wipperfürth, Leichlingen, Düsseldorf, Neu Boddenbroich und Brühl - aufgenommen. Dabei konnten bei einem der ersten Moto-Cross-Veranstaltungen im Aaper Wald bei Düsseldorf Kontakte zu den in diesem Sport dank Materialvorsprung führenden Engländern der Besatzungsstreitkräfte geknüpft werden. Captain Beatty verkaufte den Radevormwaldern erste Moto-Cross-Reifen für die Horex. Gar bald wurden dann auch Motorradsportler aus Radevormwald bei Moto-Cross Rennen, aber auch bei Zuverlässigkeitsfahrten sowie Straßen- und Bahnrennen aktiv. Sie errangen ihre ersten Erfolge.
Ernst vom Berg als Beifahrer von Alfred Sondern startete bereits am 15.April 1951 bei der "Westdeutschen Zuverlässigkeitsfahrt" im Siebengebirge auf einem BMW-Gespann 750 ccm Typ R12. Von 8 Teilnehmern waren sie das einzige Team, das die Fahrt in Wertung beendete. In den Jahren 1952 bis 1955 hatte der Club einen rapiden Aufschwung zu verzeichnen. Bei der "3. Westdeutschen Zuverlässigkeitsfahrt" im Siebengebirge am 6. April 1952 standen bereits 7 Fahrer des MSC Radevormwald am Start.
Bei diesen Veranstaltungen trugen sich auch die späteren mehrmaligen Deutschen Moto-Cross-Meister Rolf Müller, Hans-Werner Wüstenhagen, Kurt Wüstenhagen und Udo Rademacher in die Siegerlisten ein. Nicht zu vergessen die hervorragenden Ergebnisse von Hans Gregor, auch wenn es nie zu einem großen Titel reichte. Im Straßenrennsport machten sich in diesen Jahren Erwin Schipporeit und Kurt Russek durch ihre Erfolge einen guten Namen.
Ab etwa 1956 begann auch die große Krise der Deutschen Zweirad-Industrie, welche sich begreiflicherweise auch auf das Clubleben niederschlug. Dank der Initiative seiner Mitglieder konnte sich der MSC Radevormwald dennoch behaupten. Man suchte neue Wege im Automobilsport, indem man sich verstärkt dem Vierradsport zuwandte. Dadurch konnten viele neue Interessenten und Mitglieder gewonnen werden.
Bei großen nationalen und internationalen Automobil-Rallyes wurden bereits 1958 die ersten Erfolge von Fahrern des MSC verbucht. Hierauf hatte man sich in Form von Clubmeisterschaft und als Gastfahrer bei anderen Veranstaltungen der Nachbarclubs bestens vorbereitet. Namen wie Klaus Vorberg, Rudolf und Heinzjörg Reinhardt, Manfred Krämer, Karl Kalkuhl, Hans Gregor und Paul-Arno Sonnenschein tauchten in diesen Jahren regelmäßig in den Siegerlisten nationaler und internationaler Rallyes auf.
Auch 1961 brachte weitere große Sporterfolge. Alfred Nitsch und Rudolf Reinhardt starteten bei der "Tour d'Europe" und wurden von mehreren Clubmitgliedern am Ziel in Travemünde mit Jubel empfangen. Der dritte Platz in dieser Klasse auf einem VW Käfer war in Anbetracht einer Motorpanne in Jugoslawien ein großer Erfolg. 9 Fahrer des MSC Radevormwald hatten bereits eine Lizenz oder einen Ausweis der ONS. Sie starteten bei 12 Rallyes und Zuverlässigkeitsfahrten und errangen dabei 6 Gold- sowie 4 Bronzemedaillen. 4 x konnte ein Klassensieg verbucht werden.
In diesen Jahren waren die Fahrer des MSC - neben den bereits genannten noch u.a. Heinz-Willi Morgenroth, Friedhelm Lindermann, Hans Rau, Günter Götte bei Veranstaltungen wie dem Rallye Sport Gruga Pokal, Hessen Sommer- und Winterrallye, Rallye Bad Neuenahr usw. unterwegs. Später waren dann noch Axel Felder mit Holger Krant bei diversen Veranstaltungen erfolgreich unterwegs.
Besonders gern erinnern sich die Aktiven an die Nachtorientierungsfahrten des MSC Paffrath. Behördlicherseits waren die Teilnehmerzahlen auf 100 Teilnehmer beschränkt. Dies galt jedoch pro Startort - folglich wurde an mehreren Orten gestartet, so daß weit mehr Teams an den Start gehen konnten. Davon stellte der MSC dann bis zu 7 Mannschaften, die dann dank hervorragender Zusammenarbeit meist die vorderen Plätze belegten. Dies führte teilweise dazu, daß es bei der Siegerehrung schon einmal "Köln bei Radevormwald" hieß, wenn einmal ein Kölner Teilnehmer einen "Pott" bekam.
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Aber es wurde auch weiter Rennsport betrieben. Mit Karl Kalkuhl, Dieter Sieker, Rudolf Reinhardt und Wilhelm Biesterfeld war der MSC Radevormwald auf den Rennstrecken in Deutschland und in den Nachbarländern regelmäßig erfolgreich vertreten. Ebenso auf der Rundstrecke vertreten waren Axel Felder und Holger Krant, die sich bei Leistungsprüfungen auf der Nordschleife des Nürburgrings für größere Aufgaben fit machten.
In den Jahren 1970 bis 1975 starteten Rudolf Reinhardt und Herbert Schlösser mehrmals bei der "Tour d'Europe", bei der viele Staaten Europas und Nordafrikas befahren wurden. Gleichzeitig standen viele Mitglieder des MSC Radevormwald als Kontrollmannschaften im Rahmen dieser Mammutveranstaltung in ganz Europa ihren Mann. Leider verlor der MSC im Jahre 1973 bei dieser Rallye in der Nähe von Budapest sein Mitglied Herbert Schlösser durch einen tragischen Verkehrsunfall. |
Mit Beginn der siebziger Jahre wurde es für die Motorsportclubs immer schwieriger, für Orientierungsfahrten geeignete Strecken von den beteiligten Ordnungsämtern genehmigt zu bekommen. Somit nahm der Automobilslalom seinen Aufschwung. Es war die Zeit einer starken jungen Truppe beim MSC Radevormwald. Namen wie Paul Hulverscheid, Udo Jäger, Horst Scheidereiter, Wolfgang Partenheimer, Uli Brebach und später Antonio Alberico trugen sich regelmäßig in die Siegerlisten bei Slalomveranstaltungen ein.
Mit einem von der Firma Weisberg gesponsorten Opel Ascona nahmen in dieser Zeit Karl Kalkuhl und Rudolf Reinhardt zweimal am 24-Stunden-Rennen des ADAC Nordrhein teil, und Giorgio Arena mischte sich als meist einziger Lancia-Fahrer bei nationalen GT-Rennen ins Feld der übermächtigen Porsche. Parallel dazu fuhr sich Jürgen Wacker immer weiter in die Elite der deutschen Moto-Cross-Sportler.
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Als preiswerte Möglichkeit Rallyesport zu betreiben wurden immer mehr Veranstaltungen der Reihe "Rallye 2000" ausgeschrieben. Dabei wurden verschiedene Sonderprüfungen auf abgesperrten Schotterstrecken gefahren. Daher kaufte der MSC Radevormwald 1981 sein erstes clubeigenes Fahrzeug, einen Fiat 128 - aus finanziellen Gründen natürlich gebraucht. Nach gründlicher Überholung durch MSC-Mitglieder und mit finanzieller Hilfe einiger Sponsoren konnte der Wagen bei den Rallye-2000-Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Die Schlamm- und Schotterstrecken waren eben für den Privatwagen nicht unbedingt geeignet.
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Mit eigenem Fahrzeug trat in diesen Jahren Fritz Henke stark in Erscheinung. Er konnte bei seinen Starts stets ganz vorne mitsprechen. Aber auch andere Fahrer des MSC, wie Heinz Schmitz, Norbert Michel und Berthold Böhlefeld konnten mit dem Clubfahrzeug achtbare Ergebnisse erzielen.
Da mit dem Club-Fiat jeweils nur ein Team bei einer solchen Veranstaltung starten konnte, jedoch mehreren Mitgliedern die Möglichkeit gegeben werden sollte, sich sportlich zu betätigen, wurde ein Ford Escort 2000 als Clubauto gekauft. Dieser wurde dann für den Slalomsport vorbereitet. In den späteren Jahren wurden noch zwei Ford Fiesta als clubeigene Fahrzeuge zum Einsatz gebracht, wobei sich diese Autos bei der hiesigen Ford-Vertretung Morgenroth und später Wiluda bester Betreuung erfreuten. Darauf bewährten sich Fahrer wie Rolf-Dieter Nitsch, Simon Reinhardt, Peter Sieker, Heinz Schmitz, Wolfgang Gebauer und nicht zuletzt Yvonne Schmitz.
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Ende der 90er Jahre nahm Yvonne Schmitz zunächst mit Rainer Wiluda und später mit Thomas Kalkuhl am Fiesta Mixed Cup teil. Die Ergebnisse konnten sich für reine Amateursportler mehr als sehen lassen. Bei Leistungsprüfungen auf der Nordschleife des Nürburgrings fuhren Hans-Richard Ufer und später Ralf Holzmann hervorragende Plazierungen nach Hause. Beide Fahrer nahmen dann auch mit wechselndem Erfolg mehrmals am 24-Stunden-Rennen des ADAC Nordrhein teil.
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Mit Beginn des Jahres 2000 wurde wieder die Anschaffung eines Clubautos realisiert. Auf diesem Polo werden dann die jungen Fahrer, die der Jugend-Kart-Abteilung entwachsen sind, ihre ersten Sporen im Seniorenbereich verdienen können. Aber auch die alten Hasen sind herzlich eingeladen, ihr noch vorhandenes Können auf diesem Fahrzeug unter Beweis zu stellen. Wir hoffen, daß Ihnen dabei nicht solche Mißgeschicke widerfahren, wie hier Ralf Holzmann bei einer Leistungsprüfung auf dem Nürburgring: